Einbruch ins Wohnmobil!

Max Camping Wohnmobil

Die Entdeckung.

Immer wieder hört man davon. Auf vielen Portalen kann man dazu lesen. Das Thema Einbrüche in Wohnmobile ist stets präsent. Auch wir von Max Camping haben uns schon mit dem Thema beschäftigt und doch hat es uns jetzt erwischt! Das Wohnmobil stand erst wenige Tage in der Nähe des Büros, als wir den Einbruch bemerkten. Wir merkten, dass etwas nicht stimmte, konnten jedoch keinerlei Einbruchsspuren finden.  Die Tür zum Aufbau war zwar nicht mehr abgeschlossen, Schäden wegen gewaltsamen Eindringens waren jedoch auch dort nicht zu finden .

Durch das Fenster konnte der Einbrecher ins Mobil

Einer von zwei Riegeln wurde abgesäbelt.

Zuerst zweifelten wir an unserem Verstand. Ist wirklich in unser Wohnmobil eingebrochen worden? Hatten wir nicht doch nur vergessen abzuschließen? Hatten wir die Oberfächer vielleicht nicht richtig geschlossen? Das Messer auf dem Boden kennen wir nicht, aber vielleicht hatte es sich ja irgendwo versteckt gehabt? – Nein, hier muss jemand nach uns gewesen sein. Schließlich sahen wir auch, dass das hintere Fenster über dem Bett nicht verschlossen war. Dort ist der Täter also rein gekommen. Wir schauten es uns genauer an und sahen, dass der Täter die Plastikriegel wohl mit dem von uns  vorgefundenen Messer abgeschnitten hatte. Fußspuren am hinteren Teil des Wohnmobils ließen dann keine Zweifel mehr offen, hier ist der Täter reingekommen. Geklaut wurde uns glücklicherweise nichts, außer Kleingeld in der Ablage. Unsere Wertsachen nehmen wir natürlich immer mit, wenn das Wohnmobil abgestellt wird.

Einbrüche in Wohnmobile. Man hört es immer wieder.

Jeder Camper wird wohl jemanden kennen, bei dem schon mal eingebrochen wurde oder ist sogar selbst Opfer geworden. Die Geschichten häufen sich, sind die Zahlen also angestiegen? Ist Campen inzwischen zu einem Sicherheitsrisiko geworden?

Die Anzahl der Einbrüche hat sich angeblich nicht verändert, jedoch sind diesbezüglich kaum belastbare Zahlen zu finden. Generell kann gesagt werden, dass die Anzahl der Einbrüche in Autos und Ferienwohnungen höher sind. Es wird also viel mehr so sein, dass lediglich der Anschein erweckt wird, dass die Zahlen steigen, da mehr Kontakte durch Foren und das Internet geknüpft werden und das Thema somit präsenter wirkt.

Die Schwachstellen.

Wie kommen die Täter am häufigsten in die Wohnmobile? Welche Schwachstellen bieten diese? Letztlich kann man sagen, dass das gesamte Wohnmobil eine einzige Schwachstelle ist. Im Ernst. Es ist quasi unmöglich ein Wohnmobil komplett zu sichern. Jeder der wirklich hinein will, der wird es irgendwie schaffen. Es geht viel mehr darum, den Einstieg so schwer wie möglich zu machen, denn die Bösewichte wollen schnell rein und schnell wieder weg. Mehr als 5 Minuten werden sie sich niemals mit einem Mobil aufhalten, sondern sich lieber ein leichteres Ziel suchen. Jedoch kann häufig gelesen werden, dass die Schlösser der Fahrer- oder Beifahrertür geknackt werden. Die Türen des Aufbaus sind meist zu verschieden, daher gibt es da zu viele verschiedene Modelle für die Diebe. Das Dreiecksfenster ist zudem noch beliebt. Es wird teilweise komplett ausgebaut um in das Gefährt zu kommen. Doch auch eingeschlagene oder aufgehebelte Scheiben sind keine Seltenheit.

Die Tatorte.

Eine Person sollte im Mobil bleiben, um mögliche Eindringlinge abzuschrecken.

Parkplätze von großen Supermärkten sind beliebte Orte für Einbrüche in Wohnmobile.

Überraschender Weise finden die meisten Einbrüche in Wohnmobile tagsüber statt. Gerade große Parkplätze vor Supermärkten oder Sehenswürdigkeiten sind sehr beliebt. Nachts hingegen trifft es meist diejenigen, die auf beliebten Urlaubsrouten von der Autobahn direkt auf einen Rastplatz fahren.

Mit dem Thema Einbrüche in Wohnmobile kommt das Gespräch auch immer schnell auf Narkosegas-Angriffe. Wunderlich hierbei ist, dass diese Angriffe nie wirklich belegt werden konnten, sich dennoch aber so stark im Gespräch halten. Wir denken jedoch, dass es für die Bösewichte äußerst schwierig sein würde, die richtige Mischung und Dosis des Gases einzuführen, um die schlafende Besatzung nur in tieferen Schlaf zu setzen. Denn zu viel Gas könnte auch tödlich enden. Zudem ist jedes Wohnmobil verschieden und somit liegen die Betten stets auf unterschiedlichen Höhen. Es gestaltet sich also als überaus schwierig, würde aber sicherlich nicht unmöglich sein. Vermutlich sind die Reisenden meist jedoch einfach so erschöpft von der Fahrt gewesen, dass Sie tief und fest geschlafen haben und die Räuber somit nicht merkten.

Der Einbruch-Schutz.

Es gibt viele verschiedene Arten sich vor ungewünschten Gästen zu schützen, jedoch wie schon erwähnt: wer wirklich will, der kommt auch rein. Nichts desto trotz, wir können mit einigen kleineren und größeren Anschaffungen einen besseren Schutz vor einem Einbruch gewähren und uns auch achtsamer Verhalten.

Schutz durch richtiges Verhalten.

So ist es wichtig, die Fenster und Luken nie einfach offen zu lassen, denn diese sind wie ein Einladung für Langfinger. Wertsachen sollten wenn möglich gar nicht erst mitgenommen werden. Kameras und weitere Dinge die mit müssen, sollten niemals offen und gut sichtbar herumliegen. Sobald das Wohnmobil verlassen wird, sollte eine größere Tasche oder ein Rucksack mitgenommen werden, der suggerieren lässt, dass die Wertsachen mitgenommen wurden. Während des Schlafens empfiehlt es sich die Wertgegenstände in den Wohnbereich, möglichst dicht an sich dran zu lagern. Wenn man nur kurz irgendwo einkaufen geht, ist der beste Schutz, eine Person im Camper zu lassen. Auch bei der Suche nach einem Schlafplatz sollte man Einbrüche im Hinterkopf behalten. So empfiehlt es sich, eben nicht einfach auf den Rasthöfen zu schlafen, sondern von der Autobahn ab zu fahren und ggf. in kleinen Ortschaften zu schlafen, wo man gut sichtbar steht. Einige bevorzugen hier auch einsame Wanderparkplätze, aber das muss dann jeder für sich selbst wissen. Am sichersten ist es jedoch noch immer auf den üblichen Stell- und Campingplätzen.

Schutz durch zusätzliche Ausstattung.

Extre Schlösser gegen Einbruch bei Wohnmobilen können helfen.

Solch ein Schloss reich häufig schon aus, um die Einbrecher verschwinden zu lassen.

Doch auch wenn das Mobil für einige Zeit abgestellt wird ist es nicht sicher vor einem Einbruch. Jedoch können kleine Tricks, wie etwa ein Spanngurt der von Beifahrertür zu Fahrertür gezurrt wird schon helfen Einbrecher abzuschrecken. Soll es noch etwas stabiler aussehen, dann können dafür auch spezielle Stangen gekauft werden. Des Weiteren helfen auch kleine Riegel, die oben und unten unauffällig von innen an den Türen angebracht werden. Auch ein zusätzliches Sicherheitsschloss schreckt viele schon ab. Hier haben wir euch eins rausgesucht. Für die Wertsachen bieten die Mobil Hersteller häufig integrierbare Safes an. Wichtig hierbei: Der Safe musst so fest verankert sein, dass er nicht einfach mitgenommen werden kann.  Vor kurzem haben wir von Einbruchschutzfolie gelesen, die das Eindringen durch zerschlagene Fenster verhindern soll. Jedoch haben wir hier noch keine persönlichen Erfahrungsberichte gehört. Einen Versuch ist es sicherlich wert.

Schutz durch Technik.

Natürlich gibt es auch wieder eine Menge Technik, die das Mobil schützen soll. So gibt es diverse verschiedene Alarmanlagen und GPS Ortungsgeräte.  Es gibt auch tolle Alarmanlagen, die den Bessitzer Anrufen oder eine Nachricht versenden, sobald der Alarm losgegangen ist. Wir werden ab jetzt den Mini-Keeper ausprobieren, hoffen aber, dass wir niemals einen Alarm erhalten werden. Die Ortungsgeräte bringen jedoch nur dann etwas, wenn die Bösewichte schon drin sind und sich auf die Flucht begeben. Wer suggerieren möchte, dass das Mobil bewohnt ist, kann einfach eine Zeitschaltuhr installieren, die Abends Licht macht und es zur Nacht wieder ausmacht. Des Weiteren kann man das Radio spielen lassen oder einen TV Simulator aufstellen. Das Mobil wirkt bewohnt und dadurch uninteressant für Einbrecher.

Keine Panik!

Generell kann man also eine Menge Maßnahmen treffen, um einen Einbruch ins Wohnmobil so schwer wie möglich zu machen. Eine Mischung aus vorsichtigen Verhaltensweisen und einigen kleinen Vorrichtungen können schon eine Menge bewirken und die Einbrecher abschrecken.

Wir jedenfalls haben uns zusätzlich zur Alarmanlage noch einen eingezäunten Abstellplatz gesucht, sodass das Mobil auch für längere Standzeiten sicher ist. Außerdem werden wir im Inneren noch weitere Sicherheitsmaßnahmen vornehmen, damit auch wieder entspannt darin gecampt werden kann!

Wir wünschen euch allen ein sicheres Camping-Vergnügen!